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"Hildesheimer
Allgemeine Zeitung" vom 20.April 2005:
„die frösche“
spielen „Bremer Stadtmusikanten“
DERNEBURG. „Ich bin noch jung und schön und kni-kna-knackig.“
Der Esel weiß, was er will: auf keinen Fall mehr schwere Säcke
schleppen.Also lässt er den Müller im Stich und macht
sich auf die Suche nach einem besseren Leben. Erraten, worum es
sich handelt? Na logo, die „Bremer Stadtmusikanten“. Das Theater
„die frösche“ hat sich in seiner dritten musikalischen Kinderproduktion
dieses Märchens angenommen und erzählt es kurz und knapp
– nach 30 Minuten ist das Quartett komplett und sind die Räuber
verjagt.
Vor fünf Jahren hat Ulrike Diemer ihr erstes Stück für
die Diplomarbeit im Kulturpädagogikstudium entwickelt. Nach
„Paula geht“ entwickelte sie „Tonis Landrevue“. Immer gemeinsam
mit Christian Zatloukai, der die Musik – meist live – mit und auf
der Gitarre beisteuert. Diesmal nun haben sich die beiden mit der
Sozialpädagogin und Theatertherapeutin Gabriele Egg Verstärkung
geholt: „Da hat man einfach andere Möglichkeiten.“
Und die werden auch genutzt. In der sechsfenstrigen, grünen
Bühne erscheinen jeweils in einem nett dekorierten Fensterchen
die Szenen um die „ausrangierten“ Tiere. Jedes hat seinen charakteristischen
Song, der des Esels – siehe oben – soll sogar zum Mitsingsong werden.
Klappt allerdings nicht so ganz.
Besonders schön ist die französische Diva alias Monsieur
le Coq, der Hahn. Das Grautier dagegen schwäbelt, die Katze
ist ein bisschen schüchtern und der Hund doch schon ziemlich
alt. Doch alle haben sie diese herrlich bewegten Gesichter.
Die selbst kreierten Klappmaul-Mimikpuppen werden mit der Hand belebt:
Durch Bewegen der Finger in der dehnbaren Kopfmaske entstehen die
herrlichsten Grimassen. Besonders gelungen auch bei Schlitzer und
Tatoo, den bösen beiden Räubern.
„die frösche“ distanzieren sich bewusst vom illusionistischen
Kaspertheater: Sie sind beim Spiel hinter den winzigen Fensterchen
zu sehen und werden von den Kindern auch aktiv unterstützt.
Allerdings sind die beiden Spielerinnen auf Interaktivität
nicht unbedingt eingerichtet. Sie erzählen und singen sich
relativ stur durch ihre Geschichte. Ein bisschen mehr Mitspielcharakter
– immerhin kennt jedes Kind das Märchen – und vielleicht auch
mehr eigene Ideen hätten der kleinen Inszenierung gut getan.
art
„die frösche“
spielen auch in Schulen, Kindergärten und Altenheimen. Weitere
Informationen und Kontakt unter 13 30 77, 86 87 14 oder im Internet
unter www.figurentheater-diefroesche.de.
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(c) 2005 Hildesheimer Allgemeine Zeitung
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